Wie wirkt vorvida?

Interaktive KVT:
Methodische Tiefe durch adaptive Dialog-Technologie

vorvida ist kein statisches Online-Lernprogramm, sondern eine adaptive Intervention, die das Prinzip der “simulierten Empathie” nutzt. In einem virtuellen Dialog werden Patient:innen durch die evidenzbasierten Bausteine der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) geführt.

Anstatt Inhalte lediglich passiv zu konsumieren, interagieren Nutzer:innen aktiv mit dem Programm. Durch die kontinuierliche Reaktion auf individuelle Eingaben passt vorvida die therapeutischen Schwerpunkte in Echtzeit an und schafft so eine personalisierte Erfahrung, die wissenschaftliche Tiefe mit digitaler Flexibilität vereint

Der therapeutische Werkzeugkasten:Vielfalt und Individualisierung

vorvida nutzt Methoden der modernen kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). In individuell abgestimmten interaktiven Modulen werden Patient:innen dazu befähigt, ihre Erkrankung besser zu verstehen und aktiv Strategien zur Motivationssteigerung und Konsumregualtion zu entwickeln. Das Programm besteht dabei aus einem edukativen und praktischen Elementen. vorvida wählt basierend auf den Antworten der Patient:innen die jeweils passenden Inhalte aus.

Die therapeutischen Bausteine im Überblick:

  • Psychoedukation:
    Fundiertes Wissen über Entstehung, Verlauf und Behandlung des problematischen Trinkverhaltens und Edukation zum Belohnungssystem.
  • Kognitive Techniken:
    vorvida setzt die ganze Bandbreite der KVT ein. Ziel ist eine langfristige Verhaltensänderung.
  • Achtsamkeitstraining:
    Das Programm legt einen besonderen Fokus auf Wahrnehmungslenkung, um mehr innere Ruhe und Gelassenheit zu finden.
  • Arbeit auf der Verhaltensebene:
    Auf der Verhaltensebene werden gesunde und selbstfürsorgliche Muster gestärkt. Dies geschieht u.a. durch das Genusstraining und der Arbeit mit dem Belohnungssystem.

Therapeutische Ziele & Lernerfolge

Was Ihre Patient:innen mit vorvida lernen und üben:

1. Motivationsarbeit

vorvida vermittelt fundiertes Wissen über individuelle Trinkmotive und -situationen. So werden die Hürden vor einer Veränderung sicher identifiziert. Die Konsequenzen des Alkoholkonsums werden ermittelt.

2. Umgang mit Craving

Das Programm vermittelt Wissen zum Belohnungssystem, um die Mechanismen hinter dem Verlangen (Craving) verständlich zu machen. Zur Bewältigung dieses Suchtdrucks kombiniert es bewährte kognitive Techniken – wie das Identifizieren und Umstrukturieren dysfunktionaler Gedanken – mit modernen ACT-Techniken.

3. Alternativer Genuss

Die Nutzer:innen lernen Wege zu einem bewussteren Konsum durch die Verbindung von Achtsamkeit und Genuss. Im Fokus steht Konsummomente mit allen Sinnen wahrzunehmen, um ein kontrolliertes, genussvolles Trinken zu ermöglichen. Gleichzeitig motiviert der Ansatz dazu, alternative Genüsse zu erkunden – wie Sport, Hobbys oder Kulinarik –, um auch ohne Alkohol echte Lebensqualität und Entspannung im Alltag zu verankern.

4. Kommunikation über den Konsum

vorvida motiviert zu einer selbstbewussten offenen Kommunikation über Alkohol-Ziele. Dabei werden sowohl die verbale als auch die nonverbale Kommunikation bearbeitet.

5. Problemlösen ohne Alkohol

Durch eine präzise Problemanalyse lernen Patient:innen, die genauen Auslöser und Bedingungen ihrer individuellen Herausforderungen zu identifizieren. Dabei wird die Funktion des Alkohols bei der bisherigen Problemlösung kritisch reflektiert. Darauf aufbauend wird eine alternative Problemlöseplanung entwickelt.

6. Umgang mit Rückfällen

Der enttabuisierten Umgang mit Rückfällen ist ein zentrales Element von vorvida. Durch die Vorbereitung auf Hochrisikosituationen lernen Nutzer:innen, Auslöser rechtzeitig zu entschärfen. Hier wird zum Beispiel der individeulle “Notfallkoffer” eingesetzt. Kommt es dennoch zum Konsum, nutzt die anschließende Rückfallanalyse das Ereignis als Lernchance, um die langfristige Rückfallprophylaxe gezielt zu stärken.

vorvida entspricht der S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen

vorvida entspricht der aktuellen S3-Leitlinie zur Behandlung von alkoholbezogenen Störungen in den folgenden Punkten:

Aufklärung über
riskantes Trinkverhalten (Symptome, Verlauf, Behandlung):

Die Leitlinie empfiehlt, Betroffene (ggf. Angehörige) strukturiert zu informieren und dabei evidenzbasierte Patient:inneninfos/Entscheidungshilfen zu nutzen. vorvida vermittelt diese Inhalte im Behandlungsprozess.

Psychoedukative
Angebote als Ergänzung:


Psychoedukation soll den Informationsstand, die Akzeptanz und die Mitarbeit verbessern. vorvida deckt diesen Punkt über psychoedukative Gespräche und alltagsnahe Erklärungen/Übungen ab.

Wofür können Sie vorvida empfehlen?

  • zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz
  • zur Begleitung einer bestehenden Behandlung
  • als alleinstehende Therapieoption
  • als Nachsorge-Maßnahme zur Stabilisierung nach ambulanter oder stationärer Therapie

ICD-10:

  • F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch
  • F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom

ICD-11:

  • 6C40.1 Schädliches Muster des Alkoholkonsums
  • 6C40.2 Alkoholabhängigkeit

Kontraindikationen

  • vorvida sollte bei Vorliegen von psychotischen Störungen (z. B. Schizophrenie) oder bei suizidalem Risiko nicht angewendet werden. Erklärung: Ein suizidales Risiko liegt vor, wenn Patient:innen in den letzten 90 Tagen die ernsthafte Absicht hatten, sich das Leben zu nehmen (unabhängig davon, ob ein konkreter Plan zur Umsetzung vorlag). Ein Risiko besteht auch, wenn Patient:innen in den letzten 12 Monaten versucht haben, sich das Leben zu nehmen.

Warum ist vorvida wirksam?
Wirkprinzipien aus Forschung & Versorgung

1. Kognitive Verhaltenstherapie–strukturiert und alltagsnah

vorvida vermittelt und trainiert verhaltenstherapeutische Interventionen mit dem Ziel, Fertigkeiten im Alltag umzusetzen.

2. Individualisierung statt
„one size fits all“

vorvida ist als dialogbasiertes Programm aufgebaut und führt Patient:innen Schritt für Schritt durch therapeutische Inhalte – mit Antwort-Auswahlmöglichkeiten, Wiederholungen und einem Tempo, das sich am individuellen Alltag orientiert. vorvida bietet Patient:innen die Möglichkeit thematische Schwerpunkte selbst auszuwählen – so können Inhalte bedarfsorientiert vertieft werden.

Sie haben noch Fragen?

Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten zur Funktion und Anwendung von vorvida.

Die Wirksamkeit von vorvida wurde in einer Studie mit 608 Teilnehmer:innen mit schädlichem oder gefährlichem Alkoholgebrauch (Abhängigkeitssyndrom) nachgewiesen. Die Nutzer:innen von vorvida konnten eine deutliche Reduktion ihrer Trinkmenge erzielen. Die Nutzerzufriedenheit war dabei besonders hoch.

Entwickelt wurde vorvida von der GAIA AG. Hinter dem Programm steht ein erfahrenes Team aus Expert:innen aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Psychotherapie und Software-Entwicklung.

vorvida ist ab 18 Jahren geeignet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Inhalte und Übungen zur jeweiligen Lebenssituation passen und sicher sowie sinnvoll angewendet werden können.

vorvida ist aktuell in deutscher Sprache verfügbar.

Grundsätzlich können Patient:innen vorvida eigenständig nutzen, ohne dass Sie inhaltlich oder technisch eingebunden sind. Das Programm führt die Patient:innen durch einen virtuellen Dialog Schritt für Schritt durch die Inhalte und passt den Verlauf über fortlaufende Antwortmöglichkeiten individuell an die Bedürfnisse und Wünsche der Anwender:innen an.

Im Rahmen von "Blended-Care" können Sie vorvida optional in die Behandlung integrieren (z.B. zur Strukturierung zwischen Sitzungen oder zur Verlaufsbesprechung). Der Umfang liegt dabei vollständig in Ihrer Hand.

Bei technischen Fragen unterstützt das vorvida Support-Team (der GAIA AG) die Patient:innen jederzeit per E-Mail.

Nein. vorvida vermittelt Patient:innen nicht an Behandler:innen und bietet keine Therapeut:innen- oder Praxisvermittlung an. Die Nutzung erfolgt unabhängig davon, bei Bedarf erfolgt die Behandlungssuche wie gewohnt über die regulären Versorgungswege.

Ja. vorvida wurde von der GAIA AG entwickelt. Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit Expert:innen aus den Bereichen Medizin, Psychologie und Psychotherapie.

vorvida ist signifikant wirksam und wissenschaftlich bestätigt: In einer Studie mit 608 Teilnehmer:innen mit schädlichem oder gefährlichem Alkoholgebrauch (Abhängigkeitssyndrom) wurde nachgewiesen, dass Nutzer:innen von vorvida eine deutliche Reduktion ihrer Trinkmenge erzielen konnten. Die Nutzerzufriedenheit war dabei besonders hoch. Auch nach 6 Monaten konsumierten 49% vorvida-Nutzer:innen weniger Alkohol.

Hier erfahren Sie mehr.

Ihre Verantwortung liegt allein in der angemessenen Diagnosestellung. vorvida darf auch mit einer Verdachtsdiagnose verordnet werden. Für alle unerwünschten Ereignisse in Zusammenhang mit der Nutzung von vorvida haftet der Hersteller (GAIA AG).

Für Behandler:innen bieten wir regelmäßig kostenfreie, CME-zertifizierte Online-Fortbildungen an, mit erfahrenen Referent:innen aus Medizin und Psychotherapie. Einen Überblick über anstehende Termine finden Sie im Fortbildungskalender.

Für Hausärzt:innen (kurz & pragmatisch): „Das ist ein ärztlich verordnungsfähiges digitales Therapieprogramm zur Unterstützung bei Patient:innen mit schädlichem Alkoholkonsum oder Alkoholabhängigkeit. Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten hierfür vollständig. Sie arbeiten zu Hause mit einem seriösen, strukturierten Programm, das Sie Schritt für Schritt dabei begleitet nachhaltig einen besseren Umgang mit Alkoholkonsum zu entwickeln sowie Ihre Symptome und Verhaltensmuster besser zu verstehen und zu verändern.“

Für Psychotherapeut:innen (blended-care-kompatibel): „Das ist ein interaktives, digitales Programm auf Basis der kognitiven Verhaltenstherapie, dessen Kosten die Krankenkasse übernimmt. Sie üben zwischen unseren Terminen alltagsnahe Inhalte wie den bewussteren Umgang mit Alkohol, die Beobachtung des eigenen Trinkverhaltens, die Stärkung der Veränderungsmotivation sowie Strategien zum Umgang mit Verlangen und Rückfallrisiken. Bei Bedarf können wir Ihre persönlichen Erfahrungen aus den virtuellen Dialogen und Übungen auch direkt hier in der Therapie aufgreifen.“

Grundsätzlich ist vorvida eine sichere Ergänzung zur üblichen Behandlung, jedoch können bei der Nutzung folgende Nebenwirkungen oder Begleiterscheinungen auftreten:

  • Belastung durch schwierige Themen: Die Auseinandersetzung mit schwierigen Themen kann belastend sein. Dadurch kann es vorkommen, dass sich die Stimmung oder andere Symptome von Patient:innen vorübergehend verschlechtern.
  • Ausbleibender Behandlungserfolg: Nicht jede Übung oder Empfehlung ist für alle Patient:innen gleichermaßen geeignet. Es ist zudem möglich, dass nicht jede:r Patient:in in dem erhofften Maße vom Programm profitiert, was unter Umständen Gefühle der Enttäuschung auslösen kann.

Für die Anwendung von vorvida liegen folgende Kontraindikationen vor:

  • F20 Schizophrenie
  • F23 Akute vorübergehende psychotische Störungen
  • F25 Schizoaffektive Störungen
  • R45.8 Sonstige Symptome, die die Stimmung betreffen

Zusätzlich sind folgende Sicherheitshinweise zu beachten:

  • Kein Ersatz für Regelversorgung: vorvida ist zur eigenständigen Nutzung in Ergänzung zur üblichen Versorgung bestimmt. Es dient nicht dazu, die übliche Behandlung durch Allgemeinmediziner:innen, Fachärzt:innen oder Psychotherapeut:innen zu ersetzen.
  • Mögliche Begleiterscheinungen: Die Auseinandersetzung mit schwierigen Themen kann für Patient:innen belastend sein. Dadurch kann es vorübergehend zu einer Verschlechterung der Stimmung oder anderer Symptome kommen.
  • Kein Einsatz in Notfällen: vorvida ist nicht für die Anwendung in Notfallsituationen (wie z.B. akuten Krisen oder einer starken Verschlechterung des Gesundheitszustandes) bestimmt.

vorvida eignet sich für erwachsene Patient:innen (ab 18 Jahren) mit schädlichem Alkoholkonsum oder einer Alkoholabhängigkeit, die Unterstützung beim Management ihrer Trinkverhaltens benötigen.

Da das Programm auf etablierten psychotherapeutischen Ansätzen und Verfahren basiert und insbesondere Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie vermittelt, kann vorvida als wirksame und sichere Ergänzung zur üblichen Versorgung eingesetzt werden.

Gerade angesichts der teils jahrelangen Wartezeiten auf eine solch spezifische Psychotherapie im regulären Versorgungssetting, ermöglicht vorvida den Patient:innen eine zeitnahe, strukturierte Intervention.

Ja, vorvida eignet sich im Sinne eines "Blended-Care"-Ansatzes sehr gut als Ergänzung zu einer laufenden ärztlichen Behandlung oder Psychotherapie. Wichtig ist jedoch, dass das Programm eine reguläre Behandlung durch Allgemeinmediziner:innen, Fachärzt:innen oder Psychotherapeut:innen nicht ersetzt.

  • Therapieunterstützung: Patient:innen bearbeiten zwischen den regulären Terminen interaktive Dialoge und Übungen auf Basis der kognitiven Verhaltenstherapie. Das Übungskonzept umfasst unter anderem die Beobachtung des eigenen Trinkverhaltens, die Stärkung der Veränderungsmotivation, den Umgang mit Verlangen nach Alkohol sowie Strategien für schwierige Situationen und Rückfallrisiken. Die gesammelten Erfahrungen aus den virtuellen Dialogen und Übungen können bei Bedarf direkt in die Therapie eingebracht und gemeinsam reflektiert werden.
  • Gemeinsame Verlaufskontrolle: Patient:innen können ihren Alkoholkonsum sowie ihre Stimmung regelmäßig im Programm dokumentieren. Die Angaben werden grafisch aufbereitet und durch Rückmeldungen ergänzt, sodass Veränderungen und Entwicklungen im Verlauf sichtbar werden. Die Zusammenfassungen lassen sich bei Bedarf gemeinsam mit der behandelnden Fachperson besprechen.

Ja. vorvida ist als Ergänzung zur üblichen Versorgung konzipiert und kann begleitend zu einer bestehenden medikamentösen Behandlung oder anderen Therapieformen genutzt werden. Das interaktive Programm vermittelt Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie, um Patient:innen beim Management ihres gesundheitsschädlichen Trinkverhaltens zu unterstützen. Bislang sind keine Wechselwirkungen bekannt.

Dabei gilt ein wichtiger Sicherheitshinweis: vorvida ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Patient:innen sollten ihre Medikamente weiterhin wie vorgeschrieben einnehmen. Eine Anpassung, Reduktion oder anderweitige Änderung der bestehenden Medikation darf daher nicht eigenständig, sondern stets nur nach Rücksprache und unter Begleitung der aktuellen Behandler:innen erfolgen.

vorvida führt die Patient:innen durch einen dynamischen, virtuellen Dialog und bietet fortlaufend verschiedene Antwortmöglichkeiten an. Auf diese Weise passt das Programm die Inhalte kontinuierlich an die aktuellen Bedürfnisse und Wünsche der Anwender:innen an. Der Umfang der vermittelten Informationen sowie die Art der therapeutischen Übungen werden so individuell auf die Interessen und die jeweilige Stimmung zugeschnitten, um die persönliche Relevanz und den therapeutischen Nutzen für die Patient:innen zu maximieren.

Zudem lässt sich das Tempo der Anwendung flexibel gestalten: Da vorvida zur eigenständigen Nutzung konzipiert ist, können die Patient:innen die verschiedenen Themen in ihrer ganz eigenen Geschwindigkeit bearbeiten. Dies ermöglicht eine alltagsnahe, personalisierte Unterstützung beim Management ihres schädlichem Alkoholkonsums oder der Alkoholabhängigkeit.

Nein. Im alleinstehenden Einsatz arbeiten Patient:innen vollständig eigenständig mit der Anwendung. Im Rahmen eines Blended-Care-Ansatzes können Sie Inhalte von vorvida optional in Ihre Sitzungen einbeziehen. Umfang und Integration bestimmen Sie selbst.

vorvida kann von allen approbierten Ärzt:innen sowie von Psychotherapeut:innen verordnet werden – unabhängig vom jeweiligen Therapieverfahren oder fachlichen Schwerpunkt.

Im Rahmen des Entlassmanagements dürfen auch Krankenhausärzt:innen vorvida per Entlassrezept (Muster-16) verordnen. Die Patient:innen reichen das Rezept anschließend bei ihrer Krankenkasse ein und erhalten den Aktivierungscode direkt von dort.

Ebenso können Ärzt:innen in Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA) oder Tageskliniken vorvida verordnen, sofern sie in der jeweiligen Einrichtung verordnungsberechtigt sind.

Digitale Gesundheitsanwendungen sind grundsätzlich beihilfefähig, sofern eine ärztliche oder psychotherapeutische Verordnung vorliegt und die jeweiligen beihilferechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Beihilfeberechtigte reichen in der Regel eine Verordnung oder Diagnosebestätigung gemeinsam mit einem Kostenvoranschlag bei der Beihilfe und der privaten Krankenversicherung ein.

Nein, weder finanziell und in der Regel auch nicht zeitlich. vorvida ist ein vollständig automatisiertes Programm, das gezielt für die eigenständige Nutzung durch Patient:innen in Ergänzung zur üblichen Versorgung konzipiert ist.

Rückfragen, beispielsweise organisatorische Punkte zur Registrierung mit dem Zugangsschlüssel oder bei technischen Anliegen, werden direkt vom vorvida Support-Team der GAIA AG beantwortet. Dadurch entsteht kein zusätzlicher Betreuungsbedarf in Ihrer Praxis.

Gerade im Versorgungssetting kann vorvida helfen, Patient:innen beim Management ihres schädlichen Alkoholkonsums oder Alkoholabhängigkeit strukturiert zu unterstützen, ohne zusätzliche Terminressourcen zu binden.

Nein. vorvida wird wie andere verordnungsfähige Leistungen über Ihre reguläre Praxissoftware mit der PZN 17506382 ausgestellt – entweder auf Muster 16 oder als E-Rezept. Eine zusätzliche Software oder die Einrichtung von speziellen Schnittstellen ist nicht erforderlich.

Die Integration von DiGA in das E-Rezept-System erfolgt schrittweise und ist vom Stand Ihrer Praxissoftware sowie der Telematikinfrastruktur abhängig.

Wo die elektronische Verordnung digitaler Gesundheitsanwendungen bereits unterstützt wird, erfolgt der Prozess analog zu anderen E-Rezept-Verordnungen. Andernfalls bleibt das Muster 16-Rezept der verlässliche Standard.

Für die reine Verordnung existiert keine dauerhaft abrechenbare EBM-Ziffer. Eine zusätzliche Abrechnungspflicht oder verpflichtende Verlaufskontrolle besteht nicht.

vorvida kann damit indikationsgerecht eingesetzt werden, ohne zusätzlichen administrativen Aufwand zu erzeugen.